Call für neue Interaktionsformate in Echtzeit

Letzte Woche haben wir im Projekt eVideo einen Call for Interactions für unsere 3. eVideo-Onlinekonferenz vom 11.-15. Oktober 2010 ausgeschrieben. Als Motto wählten wir in diesem Jahr “Live in the Lifestream”, um den aktuellen Entwicklungen eines modernen Informations- und Kommunikationsmanagements Rechnung zu tragen.

Technisch realisiert werden diese Konferenzen von Anbeginn an mit Adobe Connect – einem Videokonferenzsystem mit diversen interaktiven Möglichkeiten. Allerdings möchten wir in diesem Jahr die klassische Vortragskultur durchbrechen und neue Interaktionsformate erproben. Nicht so sehr, um neue Wege der Wissensvermittlung aufzuzeigen. Auch soll keine pädagogische Vorgehensweise der bemühten Einbindung aller Beteiligten demonstriert werden. Uns geht es darum, die Konferenz zu öffnen für wirklich kreative, ggf. kunstvolle Aneignungen der Medienumgebung, um die Sichtweise von Menschen kennenzulernen, die über den Tellerrand hinausblicken können und darüber zu erfahren, wie sie auf das Thema schauen.

Was ich mir persönlich erhoffe, könnte folgende Formate umfassen:

  • Online-Installationen, die in Echtzeit mit einem Publikum erfahren werden können.
  • Interaktive Präsentationen, die einer Erzählung gleichen und ggf. neue Spannungsmomente eröffnen.
  • Gestalterische Dramaturgien, die moderne kollaborative Techniken erproben und den Moment einer kollektiven Intelligenz geniessen lernen.
  • Künstlerische Online-Bühnenstücke
  • Postmoderne Rollenspiele
  • etc. pp.

Der Kreativität sind von unserer Seite keine Grenzen gesetzt.

Wer eine Idee in Echtzeit im Oktober 2010 erproben möchte, sollte uns bis zum 30.06.2010 eine Ideenskizze zusenden. Da wir ESF-finanziert sind, möchten wir v.a. Berliner Künstler/innen, Designer/innen, Web-Spezialist/innen und Medienmenschen eine Chance bieten, sich über diesen Weg im deutschsprachigen Raum zu präsentieren. Eine kleine Aufwandsentschädigung können wir bei Auswahl der Idee durch unsere eVideo-Jury anbieten.

Was sich von technischer Seite aus theoretisch realisieren liesse, demonstrieren wir am 2.6.2010 um 19h. Wer sich ggf. mit einer Ideenskizze beteiligen möchte, ist dazu kostenfrei eingeladen.

Alle weiteren Informationen – inkl. der Formulare zur Anmeldung und Einreichung von Ideenskizzen finden sich unter http://evideo.htw-berlin.de/weblog/projekt-evideo/eok10-call-for-interactions/

Es wäre schön, wenn LeserInnen mit Kontakt zu den Zielgruppen diesen Call for Interactions in die entsprechenden Kanäle einspeisen könnten. Besten Dank dafür!!

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Die neue alte Bildungsungleichheit

Angesichts des recht engstirnigen Programms des taz-Labors Bildung möchte ich auf eine wunderbare Dissertation aus dem Jahre 2001 von Sangchin Chun an der Uni Bielefeld (Fakultät für Soziologie) hinweisen, die sich dem Thema „Bildungsungleichheit – eine vergleichende Studie von Strukturen, Prozesse und Auswirkungen im Ländervergleich Südkorea und Deutschland“ (PDF) widmet.

Darin untersucht Chun entlang des Bourdieu’schen Begriffs des kulturellen Kapitals, wie sich die Reproduktion der dort herrschenden Eliten von der in Frankreich (seinerzeit von Bourdieu untersucht) unterscheidet.

Eine wirklich sehr lesenswerte Arbeit, aus der an dieser Stelle 2 Absätze zitiert sein sollen:

“Die kulturelle Reproduktion der Oberschichten erweist sich nicht etwa deswegen als erfolgreich, weil sie willkürlich im eigenen Interesse die Bildungsanstalt zu manipulieren vermögen, indem sie beispielsweise ihre eigene Kultur dem Bildungssystem aufoktroyieren oder durch Bildungsgebühren den Eintritt anderer sozialer Gruppen in ‚ihre‘ Bildungsstätte blockieren. Sie gelingt auch nicht deswegen, weil in der Bildungsanstalt die Leistungen und Begabungen ihrer Kinder denen anderer per se überlegen sind. Die kulturelle Reproduktion ihrer Spitzenpositionen in der Schichthierarchie gelingt vielmehr, weil die Elite sich selbst jeglicher Veränderung der Schule und des Bildungssystems anzupassen vermag. Darin liegt das „Geheimnis“, das erklärt, wie die (Hoch-)Schule zur sozialen Reproduktion und zur Legitimation der gesellschaftlichen Ungleichheit in beiden Ländern beiträgt, ohne ihre Autonomie und Neutralität preiszugeben.” (S. 200f.)

“Daraus ergibt sich folgende Erkenntnis: Sämtliche politische Bemühungen um eine Verminderung sozialer Ungleichheit im Bildungswesen, die sich ausschließlich auf bildungspolitische Maßnahmen beschränken, kommen nicht an ihr Ziel, wenn sie nicht den Vorsprung der etablierten sozialen Schichten im Bildungswettbewerb thematisieren. Die Basis dieses Vorsprungs liegt eher in gesellschaftlichen Bereichen (einschließlich der symbolischen Ebene), die sich nicht auf das Bildungssystem im engeren Sinne beziehen.” (S. 201)

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OffeneDaten.de

Ich veröffentliche jetzt eine Presseerklärung des Open Data Networks im Anschluss an die Veranstaltung Hacks4Democracy.

Berlin, 19.04.2010 – Der Verein Open Data Network hat am vergangenen Wochenende die Webseite OffeneDaten.de gestartet. Der Katalog umfasst vielfältige und umfangreiche Daten aus Politik, öffentlicher Verwaltung, Bibliotheken sowie aus Wissenschaft und Forschung und kann von jedem Interessenten genutzt und ergänzt werden. Ziel dieses Registers ist es, offene Daten in Deutschland besser auffindbar und nutzbar zu machen.
In den USA und Großbritannien heißen diese Webseiten data.gov, bzw data.gov.uk. Auf ihnen stellen die Regierungen Rohdaten aus dem Bereich der öffentlichen Verwaltung zum Download und zur freien Verwendung zur Verfügung. Da es in Deutschland von Seiten der Behörden noch nichts Vergleichbares gibt, hat nun der Verein Open Data Network die Initiative ergriffen und ein eigenes Portal gestartet.

Die Seite wurde auf dem ersten deutschen “Hack the Government”- Tag vorgestellt, auf dem über 50 Vertreter aus den Bereichen Softwareentwicklung, Design, Web und Journalismus zusammenkamen, um Daten der Öffentlichen Verwaltung durch innovative Webseiten, Applikationen und Services zu erschließen und so einen konkreten Nutzen für die Allgemeinheit zu schaffen.

Auf der zweitägigen Veranstaltung wurde unter anderen das Portal mapnificent.de entwickelt, dass es ermöglicht, verschiedene Datensätze der Berliner Verwaltung zu kombinieren, um so z.B. Hilfe bei der Wohnungssuche zu erhalten. Andere Programmierer beschäftigten sich mit den Protokollen der Sitzungen des Deutschen Bundestages oder mit Daten der Europäischen Union zur Agrarförderung.

“Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz auf unseren Hackday und wollen ihn nun regelmäßig veranstalten”, so der Vorsitzende der Vereins Open Data Network, Daniel Dietrich.

Open Data Network e.V. ist ein überparteilicher Verein mit Sitz in Berlin, der die Themen Open Data, Open Access, Open Government, Transparenz und Partizipation koordiniert auf die politische Agenda bringen möchte.

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Global Internet and Mobile Usage

Coole Grafik, die die Bedeutung mobiler Endgeräte für den Zugang zur Netzwerkgesellschaft sehr schön visualisiert – wenn die Daten auch aktualisiert werden müssten, da hier auf Datenbestände der Weltbank von 2003 für die Handynutzung und auf UNDP-Daten von 2005 für die Internetdurchdringung zugegriffen wird. Vielleicht kann sich ja jemand dieses Themas annehmen?!

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DozentIn Mediengestaltung DAA

Haben Sie nicht noch eine Dozentenempfehlung für uns? Sowohl für den Mediengestalter Bild und Ton als auch für den Digital- und Printmedien suchen wir dringend richtig gute Leute, so wie wir sie jetzt schon haben, nur mehr davon werden gebraucht.

Vielleicht fällt Ihnen jemand ein, das wäre nett.

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Angela Schroeder

DAA Medienakademie
Franz-Jacob-Straße 4
10369 Berlin

Tel.: 030 98607 400
Fax: 030 98607 402
Mail: info.medienakademie@daa-bw.de
Web: www.daa-medienakademie.de

DAA Deutsche Angestellten-Akademie GmbH
Geschäftsführer: Karl-Heinz Brezinski
Sitz der Gesellschaft: Hamburg, HRB 812
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