Portfolios als Prüfungsinstrument
Mandy Schiefner listet in Ihrem Blogpost ePortfolios als Prüfungsinstrument solche Erfolgsfaktoren für erfolgreiche Portfolio-Arbeit (Bräuer, 2002) auf, die eine Änderung der Lernkultur bewirken können:
1. Portfolio-Arbeit muss unter der Prämisse “Lernen als Prozess“ stattfinden.
* Institutionalisierte Leistungsnachweise mit ihrer Ergebnisorientierung und punktuellen Erfassung von Lernergebnissen dürfen nur eine untergeordnete Rolle spielen.
* Arbeitsentwürfe gehören unbedingt zum Portfolio.
* Standards für die Selbstevaluation müssen für jede Lernergruppe und ihre konkreten Lernumstände modifizierbar sein bzw. modifiziert werden. […]
3. Portfolio-Arbeit muss die Selbstreflexion langfristig mit sinnvollen und kommunizierbaren Formen ermöglichen.
* Portfolio-Arbeit erschöpft sich nicht im Zusammenstellen der Materialien für die Mappe (Portfolio), sondern soll als längerfristige Begleitung Lern- bzw. Handlungsprozesse vielfältig begleiten (z. B. Tagebuch, Arbeitsjournal)
* Reflexionen über den Lernprozess sind im Idealfall inhaltsbezogen (Sie können z. B. persönliche Eindrücke über eine Lektüre in einem Lesejournal enthalten) und haben letzten Endes kommunikative Funktion.
* Die Fähigkeit zur Selbstreflexion muss, da es sich um eine komplexe Anforderung an den Lernenden handelt, regelmäßig geübt und eingefordert werden. Ihre Kommentierung (peer review) sollte kontinuierlich stattfinden und als Chance für ein gemeinsames Lernen angesehen werden. […]
5. Portfolios können zur alternativen Leistungsbeurteilung genutzt werden.
* Wegen der subjektiven Einschätzung der Qualität eines Portfolios sollte mehr als ein Lehrer die Beurteilung vornehmen.
* Portfolio-Beurteilung umfasst in jedem Fall über die Benotung hinaus eine mündliche (Lehrer-Schüler-Konferenz) oder eine schriftliche Kommentierung.
(Quelle: , Bräuer, 2002)
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