Erstes PodCamp in Berlin
Heute Vormittag besuchte ich das erste Berliner PodCamp in der TFH Berlin (in Amiland folgen demnächst weitere Podcamps). Ca. 50 Teilnehmer vor Ort – und die männliche Kennzeichnung ist dieses Mal angesichts von 3 anwesenden Damen absolut berechtigt. (Wie kommt es eigentlich, dass das Gros der männlichen Personen so wenig kommunikative Kompetenz mitbringt, aber im öffentlichen Raum sich dann vornehmlich die testosteron-geschwängerte Stimmlage breit macht?)
Wie auch immer: Ein nachträglicher Blick auf die Teilnehmerliste im PodCamp-Wiki zeigt auf, dass das Ereignis viele aktive Podcastler, virtuelle Kreative oder auch das Redaktionsteam der Podcast-Kanzlerin anzieht. Auch wenn dann nur ein Bruchteil am realen Meeting teilnimmt – ich denke, die Veranstaltung weist langfristiges Potenzial auf. Denn die Atmosphäre ist entspannt, konstruktiv und durchaus angenehm!


Inhaltlich nehme ich aus dem ersten Vortrag von Nicole Simon zum Thema Feeds-Statistiken mit, künftig den FeedBurner zur qualitativen Analyse meiner Weblog-Feeds heranzuziehen. Eine Zusammenfassung des Vortrages findet man im Blog von Thomas Wanhoff, der auch gleich den zweiten Vortrag zum Thema Podcast und Medien hielt. Interessant daran vor allem die folgenden Diskussionen, inwiefern sich die Podcast-Gemeinde den Kopf der Medienunternehmen zerbrechen muss, statt ihre eigenen basisdemokratischen Konzepte weiter zu verfolgen und ein publizistisches Basisrecht für sich in Anspruch zu nehmen.
In diesem Kontext lief meine kleine Assoziationswelt an:
Wenn wir Alphabetisierung heute als 4-stufiges Konzept
- Lesen
- Schreiben
- (passive) Medienkompetenz
- (aktive) eCompetence
begreifen, dann müssen Ausbildungskonzepte diese Grundrechte des Menschen frühzeitig entwickeln helfen. Und zwar nicht nur i.S. der Überwindung eines – wie auch immer definierten – ökonomischen Innovationshindernisses, sondern als Menschenrecht, um sich aktiv in diese Welt einbringen zu können – mit all den persönlichen Erfahrungen, Erlebnissen, Reflexionen oder diskursiven Ansichten. Und dieses KÖNNEN, diese Kompetenz ist keine Frage des möglichen Zugangs, sondern der tatsächlichen Handhabe, des wahrhaftig offen geführten Diskurses. Und wie vielfältig dieser Diskurs dann tatsächlich organisiert ist, bleibt dann der Kreativität der interessierten Menschen überlassen. Die Überwindung des Digital Gaps jedenfalls muss in den Köpfen derjenigen beginnen, die Medien weiterhin als Verlautbarungsorgan und weniger als Teilhabeprinzip denken.
Ja, so denkt die Frau Wagner so vor sich hin …
Übrigens:
Heute abend feiern die Podcamper im c-base und morgen früh geht’s weiter mit den Sessions des Podcamps in der TFH!
Hier alle nötigen Infos.
Viel Spass ![]()
technorati tags:podcast, podcampde, berlin, digital_gap, ecompetence, ausbildung, menschenrecht
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Tags: berlin | event | podcast

nur teilnehmER? nur männer im öffentlichen raum? na, weil die frauen noch immer an den herd und ins kinderzimmer abgeschoben werden und die männer sich derweil in den sportstadien, kirchen, stammtischen und halt podcamps vergnügen