My Personal Environment
In den letzten Wochen experimentierte ich mit Protopage, um mir eine zentrale Schnittstelle zu all meinen persönlichen oder personalisierten Web-Angeboten als Browser-Startseite zu generieren. Mit Netvibes, Google Desktop o.ä. arbeite ich seit geraumer Zeit. Aber das Problem ist bekannt: kein Angebot ersetzt das andere. Das wiederum bedeutet: eine wachsende Anzahl an Interfaces trägt nicht unbedingt zur Optimierung der individuellen Arbeitsorganisation bei.
Protopage ermöglicht es nunmehr, quasi als Meta-Interface die anderen Dienste zu aggregieren. Und insofern bietet dieses Angebot einen Mehrwert über diesen wirklich multiplen Zugang:
So können hier verschiedene Kategorien angelegt werden (z.B. für jedes Projekt eine eigene), denen man verschiedene Seiten zuordnen kann. Jede Seite lässt sich jeweils individuell mit Inhalten (Videos, Webpages, Texten, RSS-Feeds etc. pp.) bestücken – also auch mit oben genannten Interfaces. Über differenzierte Zugangsberechtigungen (privat, passwortgeschützt oder öffentlich) kontrolliert man dann den Userbereich der einzelnen Kategorien.
Die Usability des kategorisierten Interfaces ist sicherlich noch ausbaufähig, aber die Vielzahl an integrierbaren Widgets liess mich den Versuch starten, mich an einem interaktiv linearen Storytelling zum Thema Modern Learning zu versuchen. Die didaktische Methodik ähnelt zwar sehr dem (mir antiquiert erscheinenden) WBT-Stil, könnte aber als emotionaler Teaser durchaus den Weg zu komplexeren Lehr-/Lernstilen bahnen. Ein Vorteil dieser “Autorensoftware”: man benötigt nur rudimentäre technischen Vorkenntnisse, um hier eine halbwegs ansprechende Site zu kreieren.
Angesichts der zunehmenden Diskussionen zu Google Desktop als PLE (hier, hier und hier, wie man in der Blogger-Szene gerne zitiert
) erscheinen mir persönlich die Protopage-Möglichkeiten als Personal Environment doch vielfältiger und ansprechender …
Oder was meint die geneigte Leserschaft?
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Netvibes: RSS-Feeds und Bookmarks im Griff
Irgendwie gingen mir die ganzen Bookmarks, RSS-Feeds etc. in den letzten Wochen auf den Zeiger …
http://www.computer-nachrichten.de/blog/2007/netvibes-rss-feeds-und-bookmarks-im-griff/
[...] Lernumgebung und Schnittstelle zu personalisierten Web-Angeboten zeigt uns Anja C. Wagner in ihrem aktuellen Beitrag auf. Dabei beschreibt sie u.a. Möglichkeiten, verschiedene Dienste zusammenzufassen und [...]
Protopage ist mein lieblings-interface für den PersonalDesktop, aber der versuch, das alles zu integrieren, ist auch noch nicht abgerundet. es geht, für mich, um so etwas wie “peripheral visibility”: was ich von meinen arbeits- und aufmerksamkeitssträngen nicht SEHE, ist letztlich nicht da. nur wenige materialien, die in der dritten ordnerschicht/schublade liegen, sind z.b. für mich selbstverständlich DA. und dasselbe gilt fürs Web, das ohnehin viel wichtiger als die festplatte geworden ist. ich als messy brauche oberfläche, auf denen alles nebeneinander liegt. protopage könnte das lösen, aber ich weiß noch nicht genau wie.
Protopage ist angesichts seines dualen Schichtmodells vom Interface her sicherlich ausbaubar – wie dies en detail ausschauen müsste, weiss ich allerdings nicht. Dazu wäre m.E. eine Usability-Studie erforderlich …
Ich habe mir eine private “Schublade” für persönlichen Stuff (Netvibes, Bloglines, Kalender etc. pp.) angelegt. Und diverse Schubladen, die ich bei Bedarf temporär für Projektpräsentationen (o.ä.) frei gebe. So lässt sich einigermaßen damit arbeiten – wenn auch unter Performance-Gesichtspunkten noch Verbesserungsbedarf besteht.
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