Lessons Learned (KW11)

Mir fehlt die Zeit für eine umfassende multimediale Präsentation meiner Lessons Learned. Von daher hier eine textuell fokussierte Ausgabe meiner zu sprechenden Überlegungen. Den Sound kann man am Blogende begleitend zur Lektüre abspielen … :-)

Hello everybody. Hier ruft Berlin.

Berlin in 3D

Letzte Woche lernte ich wenig online. Vielmehr unterwegs gewesen und viele Printmedien konsumiert. Was auffällt in den hiesigen Tagen: Nach der intensiven Second-Life-Berichterstattung in den klassischen Medien reflektieren diese nunmehr verstärkt das Aufkommen von Web-TV-Angeboten (aktuelle Beispiele in Spiegel, ZEIT, Tagesspiegel). In der Tat ist es erstaunlich, wie schnell die zweite Welle gehypter Web-TV-Formate über die Medienlandschaft hinwegschnappt.

2. Welle?

Ja, denn eigentlich waren alle froh, die 1. Welle in Gestalt so genannter Business-TV-Modelle hinter sich lassen zu können. Aber gut: Jetzt feiern wieder alle die neuen TV-Programme. Auch schön. Nur: Woher kommt diese Faszination am Fernsehen bzw. an der Reflektion neuer medialer Möglichkeiten in der Sprache des Fernsehens? Ist diese analytische Barriere unserer aller Mediensozialisation geschuldet?

Können wir uns einfach nicht vom Faszinosum des bewegten, konsumierbaren Bildes lösen? Oder warum fällt kaum jemandem ein spannenderes, interaktiveres Format ein als apathisches Kiste-Glotzen? Und was bedeutet dies alles für unser Lernpotenzial? Ja, das sind so die Fragen, die sich mir während der Lektüre aufdrängten.

Denn spannend sind diese Fragen schon: Wie können z.B. mobil konsumierbare Film-Nuggets in ein didaktisches Setting integriert werden – OHNE die Betrachter/innen an den Stuhl vor dem Bildschirm zu ketten? Denn auch wenn wir Interaktion vorsehen (sehen Sie bspw. hier) – diese Mensch-Maschine-Schnittstelle funktioniert nur in dieser spezifischen Flash-Version – und schon wieder nicht in den filmkonvertierten Varianten für die mobilen Endgeräte (man könnte meinen, man hört gar die gute, alte Langspielplatte im Hintergrund …):

Womit wir wieder bei der Frage nach der Kompatibilität von Makro- und Mikro-Medien angelangt wären … Ja, DAS sind Meta-Fragen, mit denen ich mich im Zug beschäftigen muss …Also wie lösen wir uns von den klassischen Mediensprachen, um die Vorteile inter-aktiver Medien auszuspielen? Und zwar über die Leserbrief-Funktionalität der Kommentierungsmöglichkeiten im Blog hinausgehend … Wie schaffen wir es, eine Zäsur hinter unserer Fernsehkultur zu setzen und einen Paradigmenwechsel zu neuen Formaten in Gang zu setzen? Oder wann können wir – in Anlehnung an Gertrude Stein’s Analyse der englischen Sprache aus den 30-er Jahren – von den hiesigen Alphabetisierungsbemühungen behaupten: Optional können Sie ein größeres Bild mit erneutem Klick auf das Video oder in einer hochauflösenderen Flash-Version sehen.Und wenn wir in Stein’s Analyse die geschriebene Sprache durch moderne Medienformate und Englisches durch TV ersetzen, so hoffe auch ich auf diese Erkenntnis, dass wir uns alsbald von den Kriterien klassischer Medienformate lösen und neue schaffen.Ja, so denkt sich die Frau Wagner durch die Welt. Und das soll’s für diese Woche gewesen sein. Sie können diesen Apparat jetzt ausschalten und – wenn Sie mögen – einen Blick in die Glotze werfen … vielleicht finden sich dort weitere Überlegungen?!

Na, da bin ich gespannt und lerne derweil weiter.

Bis demnächst. Bye, bye.
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Die Musik stammt von Ambick (Simuze) und trägt den Titel Xylophonia. Sie ist per Creative Commons lizensiert.

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