G8 im Cyberspace?

Berlecon Research diskutiert, ob unter Klimagesichtspunkten zukünftige G8-Meetings durch Videokonferenzen zu ersetzen oder besser gleich in Second Life zu absolvieren sind.

Würden allein die acht Regierungschefs beispielsweise anstatt eines
Treffens in Heiligendamm eine Webkonferenz abhalten, ließen sich durch
die damit überflüssigen Flugreisen etwa 8,9 Tonnen CO2-Ausstoß sparen.
Würde man die Sherpas und Globalisierungskritiker ebenfalls
einbeziehen, käme man vermutlich auf den jährlichen CO2-Ausstoß einer
deutschen Kleinstadt.

Allerdings eignen sich Computer und Server nicht gerade als CO2-Schlucker. So verbrauchen beispielsweise die 4.000 Server des Second Life-Anbieters Linden Lab soviel Energie,

dass der Verbrauch eines Avatars einem Ausstoß von 1,17 Tonnen CO2
entspricht – soviel Schadstoff fällt auch bei einer 3700 km-Fahrt mit
einem spritintensiven Geländewagen an. Die acht Avatare von Merkel,
Bush, Sarkozy und Co. hätten demnach einen jährlichen Ausstoß von über
9 Tonnen CO2 – etwas mehr sogar, als bei ihrer Reise nach Heiligendamm
per Flugzeug anfällt.

Nun gut, die Rechner werden ja auch betrieben, wenn sich die 8 überhaupt nicht treffen – insofern hinkt der Vergleich. Hier müsste einmal ein umfassender CO2-Rechner entwickelt werden, der wirklich alle (!) Faktoren mitdenkt OHNE irgendwelchen Geschäftsinteressen in die Hände zu spielen. Das wäre nun wirklich eine Innovation!

via CIO weblog

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