Supernova 2007
Im Technology Review des Heise-Verlages findet sich eine Zusammenfassung der “Supernova”-Konferenz der renommierten Wharton Business School in San Francisco. Unter dem Motto “Das neue Netz definieren” tauschte sich die Branche zum Wechselspiel zwischen Netz, Wirtschaft und Gesellschaft aus.
Die Zusammenfassung im Überblick
:
- unerwartete Konsequenzen des Web 2.0: von der Spannung zwischen Urheberrechten und Datenschutz bis zur Netzneutralität und Konflikten um neu zu vergebende, drahtlose Frequenzen (Denise Caruso)
- das Web als asoziales Medium, das es zu resozialisieren gelte – z.B. in Form von Anwendungen, in denen sich Menschen mit Meinungsverschiedenheiten auseinandersetzen können/müssen (Denise Caruso)
- das Internet als allgegenwärtiges, billiges Commodity-Produkt wie einst das Stromnetz. Web 2.0 ist Voraussetzung für Innovation, die über kostenlose oder werbefinanzierte Angebote hinausreichen müssen (Nicholas Carr)
- Einfache Heuristiken mit Lernfähigkeit erfolgversprechender und kostengünstiger als Semantic Web oder Natural Language Search (Alex Iskold)
- Unternehmen kämpfen gegen Interessen ihrer Mitarbeiter/innen und nutzen nicht deren kollaborativen Potentiale
- Reputation und Autorität speisen sich zukünftig aus Informationsbrokerage und nicht auf reinem Expertenwissen (David Weinberger)
- Jaiku’s Microblogging transformiert ‘klassisches Social Networking, indem es “SMS-Nachrichten und andere Informationsströme wie RSS-Feeds aus unterschiedlichsten Quellen – etwa neue Lesezeichen, Playlists oder Fotoalben zu ‘Life Streams’” bündelt, “die sich auf Gruppen zuschneiden lassen.” Einsatzgebiete im Businessbereich sind Unternehmenschannels oder virtuelle Telepräsenzen. “So kann eine Autobahn Abfahrt für Abfahrt ihren Verkehrszustand kundtun.” (Jyri Engeström)
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