Die coole Jugend

Microsoft und MTV Networks veröffentlichten eine gemeinsame Studie Circuits of Cool über das Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen – und wie Marketingexperten diese optimal ansprechen können. Untersucht wurden Jugendliche auf breiter Basis in 16 Staaten von China bis Schweden. Die deutschen Ergebnisse habe ich hier kurzerhand zusammengefasst:

Fazit der MTV-Studie

Jeder 3. befragte Jugendliche sagt, das erste was er am Morgen und das letzte, was er am Abend mache, sei das Handy zu checken.

Stunden im Internet:

  • 18-21jährige Männer haben bereits eine “34-Stunden-Woche”.
  • 53% der befragten Jugendlichen gehen sofort online, sobald sie von der Schule oder Arbeit nach Hause kommen.

83% glauben, ohne das Internet könnten sie nicht leben. Nahezu jeder vierte macht seinen Computer fast nie aus. Trotz stark gestiegener Internet-Nutzung der letzten Jahre hatte diese Entwicklung kaum Einfluss auf das Fernsehvolumen. Fernsehen ist nach wie vor eine der häufigsten und beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. TV ist das einzige Medium was häufig ausschließlich genutzt wird!

Mediennutzung:

  • Während Jugendliche sich über IM unterhalten, gehen sie parallel dazu noch Ø 3,6 anderen Sachen nach, insbesondere im Internet surfen, fernsehen und Musik hören.

Mediennutzung parallel zum IM:

67% Im Internet surfen
64% Musikhören
46% Essen
43% Fernsehen
32% Gaming

 

Mediennutzung parallel zum TV:

62% Essen (nicht Snacks)
46% Im Internet surfen
35% Mit Freunden reden, die mit mir fernsehen
32% Freunde anrufen
32% SMS verschicken

  • Diese parallele Mediennutzung ist aber kein Multitasking i.S. einer simultanen Mediennutzung, sondern eine konkurrierende.
  • Die Jugendlichen sind Meister darin, aus einer Vielzahl an Reizen blitzschnell den momentan spannendsten herauszufiltern.
  • Dabei stellt Technik für den Großteil der Jugendlichen ein wichtiges Tool dar, um die typischen Bedürfnisse Heranwachsender zu befriedigen. Je besser die technischen Hilfsmittel diese Aufgabe erfüllen, desto erfolgreicher sind sie.

Freizeit-Interessen:

Grundsätzlich haben sich die Freizeit-Interessen der jüngsten Generation nicht verändert gegenüber vorhergehenden – es haben sich nur Online-Aktivitäen hinzugesellt.

Kommunikations-Explosion:

  • Jugendliche sind heute ständig damit beschäftigt, zu kommunizieren.
  • Das Internet ist für sie in erster Linie ein Kommunikationstool, hier schicken sie sich emails, chatten per IM, in Chat Rooms oder Foren oder sie besuchen Communities.
  • Offline kommunizieren sie per Handy / SMS oder Festnetz-Telefon.

Extreme Vernetzung unter den Jugendlichen:

  • Ø Anzahl im Handy gespeicherter Telefonnummern: 86
  • Ø Anzahl von Freunden im MySpace*- Netzwerk: 55
  • Ø Anzahl von Namen auf der IM-Freundes-Liste: 38
  • Ø Anzahl von Freunden in Deutschland: 35

Virtuelle Netzwerke:

  • 59% aller 14-24jährigen besuchen Communities und sie sind im Durchschnitt bei drei davon Mitglied.
  • Insgesamt haben 51% ein Profil in mindestens einer Community.

Freunde als Statussymbol

Die Anzahl von Freunden und Bekannten ist ein Statusmerkmal, welches gerne etwa beim Verschicken von interessantem Content demonstriert wird.

Idealer viraler Content für Mundpropaganda im Marketing ist:

  • Umsonst (gratis Informationen, Videos, kleine Softwares, etc.)
  • Simpel und damit leicht und ohne Verluste weiterzuleiten
  • Kreativ, außergewöhnlich und relevant
  • Bezieht User mit ein (UGC)

via heise online

jugend, mobile, kommunikation, studie, tv, medien

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