Deutsche sehr 2.0-passiv
In der Computerzeitung wird eine Forrester-Umfrage angeführt, die meine schlimmsten Vermutungen übertrifft. Demnach sind die deutschen Internet-Nutzer/innen die passivsten im europäischen Vergleich.
Nutzung von Social Computing – Deutsche Konsumenten im Vergleich zum europäischen Durchschnitt (Zahlen aus Diagramm abgeleitet)
| Veröffentlichen | - 10 % |
| Kommentieren | - 18 % |
| Networking | - 55 % |
| Sammeln | - 8 % |
| Zuhören | - 22 % |
| Ignorieren | + 25 % |
Persönlicher Einschub:
Alle klagen über angepasste Menschen, letztlich schreiten diese aber galant durch die Hierarchieebenen der Institutionen. Ironie der Geschichte: Der Wirtschaft mangelt es jetzt genau an diesen kreativen, selbstbewussten Menschen. Das geschieht ihnen recht …
Woran liegt es, dass die deutschen Internet-Nutzer/innen so behäbig und schwer sich auf den Weg machen? Ist die deutsche Kultur weiterhin so von duckmäuserichen Untertanen durchsetzt? Traut sich kaum eine/r, sich aktiv einzubringen? Was meinen Sie? Kommentieren Sie doch mal
In dem Artikel der Computerzeitung (Titel: Das Enterprise 2.0 kämpft mit alten Firmenstrukturen) gibt McAfee übrigens Empfehlungen ab, wie Unternehmen die Chancen der neuen Technologien nutzen können, obwohl so wenige Feierabend-Blogger unterwegs sind:
- vernetzt arbeitende Organisationen sicherlich geeigneter für Einsatz von Wikis und Blogs als patriarchale Organisationen
- Mix aus bottom-up und top-down hat die besten Erfolgschanecn
- Keine Formalien, wenig Regeln
- Flussdiagramme für Arbeitsabläufe haben hier nichts zu suchen
- bewusster Verzicht auf E-Mails
- Trophäen als Belobigungen für aktive Teilnahme
- Kauf einer Plattform für alle Tools – unter Verantwortung der IT-Organisation
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