Learning 2.0 – eine schwierige Reise?
Wie bereits mehrfach angesprochen, führen wir derzeit den 2. Teil unseres Game based eVideo-Kurses durch. Primäres Charakteristikum dabei ist der Versuch, eine Learning 2.0-Umgebung zu schaffen, die es allen Beteiligten ermöglicht, langfristig über diverse Kanäle miteinander zu kommunizieren und sich individuell im sozialen Zusammenhang weiterzubilden. Nicht für jeden verständlich bzw. nachvollziehbar, kämpfen einige zunächst mit den Technologien, andere hadern mit der zugrunde gelegten (Non-)Didaktik. Auf der gestrigen Präsenzveranstaltung (1. Treffen nach dem 1. Monat) kam es zu einer kritischen Auseinandersetzung mit unserem ungewohnten Nicht-Lehrstil:
- Welches Lehrziel gebe ich vor?
Keines, wir setzen lediglich den Rahmen und geben relevanten Input zum Themenkomplex “Game based eVideo”. Einzige Voraussetzung: Create your own Personal Learning Environment! Wir unterstützen Euch dabei. - Wohin geht die Reise?
Das Ziel setzt jedeR selbst. Dorthin geht die Reise. Wir flankieren Eure Bemühungen und stehen zum kritischen Diskurs bereit. Einfach initiativ werden (Vorteil einer offenen Plattform, da alle über dieselben Rechte verfügen) – und thematische Verbündete suchen. - Können wir formale Schrittfolgen einhalten? Erst die Technologie, dann didaktische Überlegungen?
Nein, können wir nicht, da jedeR eigene Interessen verfolgt und auch verfolgen soll. Ein interdisziplinärer Zusammenhang kann wechselseitig voneinander profitieren – aber kein gemeinsames Ziel verfolgen. Weder technologisch: Jedem sein eigener 2.0-Baukasten. Noch didaktisch: Jedem sein eigenes Lernziel. - Was könnte das Ergebnis sein?
Als Ergebnis registrierte ich bislang: Diverse berufliche Adaptionen des Themas (Entstehung von fachspezifschen Blogs, Wikis oder Nutzung unserer Open Educational Resources o.ä.), vielfältiger “social” Linkaustausch per del.icio.us, persönliche Erfahrung und Erforschung einer Social-Networking-Umgebung, Aufbau persönlicher ePortfolios, neue Berufskompetenzprofile mit Jobaussicht (der Serious-Games-Markt wächst und gedeiht) u.v.m. – ganz abgesehen von einer Vielzahl an Tools und Demonstrationsobjekten, wie Kommunikation und Interaktion im virtuellen Raum heutzutage praktiziert werden könnte.
Auch wenn ich selbst solche Meta-Diskussionen in den rar gesäten Präsenzeinheiten für ineffizient und eine asynchrone selbstreflexivere Onlineform für sinnvoller erachte (ganz abgesehen von den produktiven Möglichkeiten, die uns –dadurch bedingt– gestern nicht möglich waren, umzusetzen), möchte ich mir an dieser Stelle weitere Worte sparen und auf ein wunderbares Video von Stephen Downes verweisen, das eigentlich alles sagt …
[tags]interaction, Usability, ple[/tags]
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Tags: eVideo | interaction | ple | ux

mal wieder sehr lehrreich das video von stehphen downes. wird noch sowas wie ein guru…obwohl es ja garnicht web2.0 ist. oder?
jedenfalls fand ich die diskussion am sonnabend nicht unproduktiv oder ineffizient,denn wenn die fragen geklärt sind, dann kann sich auch eine arbeitsweise für das web 2.0 entwickeln. Wir kommen ja nicht aus dem nirgendwo, sondern haben unsere erfahrungen im Lernen, beim Arbeiten und Kommunizieren. Insofern finde ich Fragen zu dem Kurs, der ja äußerlich im üblichen gewand daher kommt, geradezu unausweichlich. Und es zeigt auch, dass die Teilnehmer am Kurs dran sind.