radiomultikulti muss bleiben!
Und jetzt soll ausgerechnet dieser einzige Sender auf durchgehend hohem Niveau abgeschaltet werden … derweil die übrigen austauschbaren Programme sich darin überbieten, die blödeste “Musik der 80er, 90er und das Beste von heute” zu leiern.
Derzeit könnte ich mich wirklich aufregen über diese Arroganz und Dummheit öffentlicher Institutionen, die sich überall Bahn bricht.
Muss immer wieder an eine schöne Aussage von Carla Fiorina (ehemals HP) denken:
Die Schwierigkeiten sind besonders gravierend, wenn von einer erfolgreichen Vergangenheit nur noch Selbstgefälligkeit und Anspruchsdenken übrig geblieben sind, und wenn man ignoriert, dass andere die Messlatte längst höher gesetzt haben.
Wer sich als Unterstützer/in des Radioprogramms outen will, dem sei folgende Mail ans Herz gelegt:
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Betreff: radiomultikulti muss bleiben!
Liebe Freunde und UnterstützerInnen,
sehr geehrte Damen und Herren,
soeben erreichte uns diese Mail, bitte unterstützt radiomultikulti, mailt zahlreich zu der unten angegebenen Adresse und leitet diese Nachricht weiter!
radiomultikulti muss bleiben!
Dem rbb fehlen 54 Mio ? im Etat ab 2009.
Ein Großteil dieser Summe soll am Programm eingespart werden.
Bis Anfang Juni wird die Geschäftsleitung über entsprechende Maßnahmen entscheiden.
Es gibt Signale dafür, dass radiomultikulti abgeschafft wird.
radiomultikulti ist ein einmaliges Programm.
Nur radiomultikulti bildet die Vielfalt unserer multikulturellen Gesellschaft ab.
Unterstützen Sie radiomultikulti!
radiomultikulti muss bleiben!
Wir, die Mitarbeiter von radiomultikulti würden uns freuen, wenn auch Sie sich zu radiomultikulti bekennen. Schicken Sie diese Mail mit Ihrem Namen versehen an vielfalt.bewahren@googlemail.com zurück.
Wir nehmen Sie dann in die Liste der Unterstützer von radiomultikulti auf.
Und leiten Sie diese Mail weiter, wenn Sie möchten!
Für die Mitarbeiter von radiomultikulti:
Manuel Agostinho, Nina Amin Abayazid, Ingerlise Andersen, Sibel Balta, Pavlica Bajsic, Axel Barckhausen, Adrian Bartocha, Miriam Berger, Vera Block, Ufuk Danisman, Zonya Dengi, Benjamin Ebeling, Deniz Egilmez, Brigitta Gabrin, Elisabetta Gaddoni, Andrea Handels, Sarah Hartl, Konstantin Ijulski, Elvira Kamberi, Olaf Kosert, Thomas Kycia, Gunda Lahn, Alejandra Lopez, Erhan Merttürk, Tihana Migic, Stefan Oberwalleney, Silvera Padori, Semra Saracevic, Hakan Saygun, Angelika Schäfer, Alexander Schurig, Nina Siegers, Haroun Sweis, Johannes Theurer , Jacek Tyblewski, Hilde Van Poucke, Konstantina Vassiliou-Enz, Vassili Vegas, Andreas Vick, Ursula Voßhenrich
Ihr Name (gegebenenfalls Funktion):
Vielen Dank!
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Radio Multi Kulti muss bleiben. bassta!
Schon wegen der Originalität und der Vielfalt sollte radio multikulti erhalten bleiben. Lieber “Dudelfunk- Sendungen” kürzen oder besser streichen.
Auch wir unterstützen radiomultikulti !
Internet: http://www.multikulti.eu
Yahoo Gruppe: rettet.multikulti.eu
Gruß
Kai
Was soll das? Der einzige Radiosender in Deutschland, der ohne Werbung und ohne die sonst üblichen Psychomoderatoren auskommt soll wegrationalisiert werden? Der RBB wird von uns allen durch die GEZ finaziert- und da das Fernsehprogramm des RBB mehr als schlecht ist, hier ein Vorschlag zur Güte: Schafft lieber den Fernsehsender ab und laßt Berlin und Brandenburg den einzigen Sender, dem es gelingt, auch uns “bunte” Menschen einzubeziehen. Nur hier hört man auch mal kritische und echte Töne, wenn z.B. mal wieder einer von uns Schwarzköpfen von Nazis verprügelt wird, wenn Politer in Deutschland rassistische Sprüche bringen- aber auch nur wenn ich einfach etwas über andere Kulturen lernen möchte.
Vor Multikulti war ich kein Radiohörer- und ich werde mich nach Multikulti nicht quälen und mein Radio abmelden.
Ich hoffe sehr, dass das letzte Wort zu diesem Thema weder schon gesprochen, noch geschrieben ist. Liebe Grüße an das ganze Team,
Maria
Ein Verlust an Lebensqualität-wenn Berlin nicht mehr multi-kulti ist…
Radio MultiKulti ist der einzige Sender, der einen Perspektivwechsel vornimmt bzw. überhaupt auf Vielfalt hinweist, musikalisch wie intellektuell. Eine Stadt wie Berlin, die mit weltoffenem und multikulturellem Image wirbt, ist ein Sender nichts mehr wert, der seit vielen Jahren vermutlich auch den wertvollsten Beitrag zur Überwindung von interkultureller Feindlichkeit geleistet hat, mit den Mitteln von Musik und Sprache, zur Förderung von Verständnis. Eine Schließung dieses Senders ist ein unwiderbringlicher Verlust für all seine Hörer, für den Ruf einer Hauptstadt und alle darin involvierten Verantwortlichen. Wenn die ARD oder der RBB sich einbilden, damit dem Zahn der Zeit gerecht zu werden, zeigt das eigentlich nur die seit Jahren stattfindenen Fehlkalkulationen. Denn Stadt-, Gesellschafts-, auch Jugendkultur zu fördern, sofern das heutzutage überhaupt noch als gesellschaftspolitisches Ziel formuliert werden kann, gehört nicht nur zu den Maximen der öffentlich-rechtlichen Medien, sondern auch zu denen der Stadt- und Landespolitik. All sie zerstören mit ihrer Arbeit aber immer mehr das Vertrauen ihrer Bürger, Zuschauer, Zuhörer, nehmen dieser Stadt den Freiraum, die Luft zum Atmen, für Kreativität und und neue Sichtweisen, die letztendlich den Sexyfaktor doch erst begründen. Insofern ist diese weitere Beschneidung an den pulsierenden Enden unserer Stadt letztendlich auch ökonomisch kontraproduktiv. Ich schaue schon aufgrund des Programmmülls kein Fernsehen mehr und habe jetzt auch gar keinen Grund, Radio zu hören. Der Überdruß an Werbung, mit dem man täglich und ungewollt bombardiert wird, erzeugt doch nur noch mehr Ablehnung, nicht nur von mir, sondern einer ganzen Generation. Vielleicht gehören dazu nicht die Frauenarzt-Hörer, wenn sich Deutschland aber eine solche Jugend heranziehen will, ist es mit den gegenwärtigen Maßnahmen auf dem besten Weg dorthin.
Irena.
Nach einem Brief an den Regierenden Bürgermeister Berlins (der von dort umfangreich beantwortet wurde) und an die Intendanz des RBB (die eine Standardantwort sendete) stellt sich die Sache so dar: Alle wollen eigentlich, daß der Sender bleibt und Schuld hat nur die ungerechte Verteilung der Rundfunkgebühren.
Deshalb schreibt mir der RBB-Hörfunkdirektor auch:
“Deshalb bitte ich Sie, sich gemeinsam mit uns für eine gerechte Gebührenverteilung in der ARD einzusetzen, damit wir weiterhin vielfältige öffentlich-rechtliche Qualitätsprogramme für Berlin und Brandenburg anbieten können.”
Genau Radio Multikulti trifft es laut Brief vom RBB aus folgendem Grund:
“radiomultikulti ist wie alle anderen Hörfunkwellen des rbb ein hoch qualitatives Angebot, aber radiomultikulti ist das einzige Programm des rbb, das wir durch ein hochwertiges öffentlich-rechtliches Angebot ersetzen können, durch „Funkhaus Europa“ vom WDR.”
Nichts gegen das Angebot vom Funkhaus Europa, was ich aus meiner Zeit in Bochum kenne, aber der Stil dort ist doch ein anderer, nüchternerer.
Ich werde nun dem Wunsch des Senats und des Programmdirektors nachkommen und mich “für eine gerechte Verteilung der Rundfunkgebühren einsetzen”, doch finde ich, daß von 7 RBB-Programmen sicher noch das ein oder andere gefunden werden könnte, was mit einem weiteren Sender in Kooperation gemacht werden könnte, ohne, daß so ein Stück Individualität verloren ginge wie bei Radio Multikulti!
MultiKulti muss bleiben, weil es das einzige nicht austauschbare Radioprogramm der Stadt ist und das einzige, das alle Kulturen (und Berlin besteht nun mal nicht nur aus Deutschen) gleichermaßen mit einbezieht. Wie dumm kann man sein, etwas Einzigartiges auszulöschen!
Also nun soll auch der letzte hörbare Sender abgeschaltet werden, bei den verbleibeneden Sendern würde es nicht mal auffallen, wenn eine, sich alle halbe Jahre wiederholende, Endlosschleife liefe. Wofür bezahle ich eigentlich Rundfunkgebühren ? Gibt es denn gar keine Hoffnung mehr ? Warum soll ein intelligenter und gut gemachter Sender ins Aus gehen, während z.B. Antenne Brandenburg weitere Tausende in die auditive Abstumpfung führt ? Tut mir leid aber außer Unverständnis bleibt bei mir nicht mehr viel übrig.