Lernen mit Twitter
Weltweit scheint Twitter derzeit ein Revival zu erleben. Das Potenzial wird langsam erkannt und in neue Medienformate gegossen.
Some people get it. Some people do not get it. Do not dilute your message for these people. Give them all the inferno. The embers that reach those on the outskirts will eventually turn into flames.
Auch bei mir macht sich immer wieder die Unsicherheit breit, wie weit man gehen kann bei der Überforderung der Menschen. Sowohl in meinen Kursen als auch in den Vorträgen stöhnen viele Menschen auf angesichts der Vielfalt der genutzten Kommunikationsräume, die wir einsetzen. Immer wieder taucht die Frage auf, ob man nicht doch einen zentralen Ort für die Organisation und Kommunikation nutzen könne?! Aus meiner Sicht: Nein, kann man nicht – denn Kommunikation endet nicht an den Grenzen des jeweiligen sozialen Zusammenhanges. Input tickert in Echtzeit in die persönlichen Kommunikationsräume über diverse Schnittstellen – und indem jedeR unterschiedlichen Input erhält, synergiert sich das kollektive Wissen. Aber das ist schwierig zu vermitteln – und nur wer es praktiziert, wird diesen Erfahrungsraum erleben und mit Inhalt füllen können. Ein abstrakter Zugang zu diesen Welten auf Basis einer theoretischen Annäherung ist nicht möglich – man muss darin leben, um es verstehen zu können! So mein Mantra …
Von daher: Danke für dieses Resümee
Und noch einen Punkt möchte ich gerne zitieren, da er mir in letzter Zeit auch häufiger begegnet. Viele denken, sie gingen einen fortschrittlichen Weg, wenn sie die neuen Tools für ihre alten Konzepte verwenden. Ist bestimmt möglich – aber richtig vorwärts bringen wird es uns nicht.
It is time to toss out the “blog, wiki, podcast” mantra. This is bigger than tools isolated for singular purpose. If we keep pushing the tools into categories, new users will continue to only use the tools for those purposes. We should be twisting, stretching and breaking these tools, not neatly packaging content with them.
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Tags: learning20 | twitter
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Du sprichst mir aus dem Herzen! Wie weit darf man gehen bei der Überforderung von Menschen? Ich hätte es so formuliert: Darf ich die Menschen ins kalte Wasser schmeissen? Natürlich bleibt es nicht dabei, schliesslich sind wir ja Lerncoaches. Wir halten den (z. T. bitteren) Widerstand aus, den wir auslösen, wir helfen den Lernenden, ihren Weg zu finden und ihre Erfahrungen zu reflektieren. Ich wünschte, ich könnte dies meinen Kolleginnen und Kollegen, seien es Mit-Coaches oder Lernende, die noch nicht lange mit den Web 2.0-Tools arbeiten, verständlich machen!
Dein Mantra gefällt mir auch! Ich werde es mir merken, Danke.
danke, das ist hilfreich, weil sehr schön ausgedrückt: “Immer wieder stöhnen Menschen auf angesichts der Vielfalt der genutzten Kommunikationsräume, die wir einsetzen. Immer wieder taucht die Frage auf, ob man nicht doch einen zentralen Ort für die Organisation und Kommunikation nutzen könne?! Aus meiner Sicht: Nein, kann man nicht – denn Kommunikation endet nicht an den Grenzen des jeweiligen sozialen Zusammenhanges.”
(blogs dienen ja oft ohnehin als verstärker dessen, was man sich irgendwie selber denkt, aber wirklich weiß und erkennt, wenn es ein/e andere/r bündig und greifbar hinschreibt. das sind die glücksmonente in der blogosphere. erst jetzt kann man wirklich etwas damit anfangen, weil es ein “soziales objekt” geworden ist. und erst jetzt entsteht auch “object centered sociality” (> Jyri Engeström). vielleicht ist es das, was David Weinberger’s “conversation” ausmacht: das selbstgespräch, das von anderen geführt wird.)
soeben wurden die ergebnisse einer internen umfrage von einer gbe-netzwerklerin in facebook veröffentlicht.
es ging darum, wer denn schon sein lernziel im gbe-kontext gefunden habe (weil ich mich ja weigere, allgemeingültige LEHRziele zu definieren) – 57% antworteten mit ja, 47% mit nein. mehr als die hälfte der antwortenden personen (ca. die hälfte der gesamtzahl) ist weiterhin unentschieden, ob sie ihre lernziele im rahmen von gbe erreichen kann. 21% wissen überhaupt nicht, wie sie ihre lernziele angehen sollen.
tja, bin ich jetzt dafür verantwortlich, dass jedeR sein lernziel findet und dieses auch umgesetzt bekommt? fragen über fragen …
schönste anonyme bemerkung zu “was ich noch sagen wollte…”: “ouh, naja, dass ich mich ja in der Tat für eine Fortbildung angemeldet hatte. Und dass ich das Konzept Fortbildung auch nicht schlecht finde. Mit Netzwerk werde ich aber wohl auch zurecht kommen.”
[...] do I blog this? Wie bei jedem Hype-Cycle wird jetzt schon wieder diskutiert und ausprobiert, ob man twitter nicht sogar zum Lernen in der Uni/Schule benutzen sollte. Ich pack [...]