Was man von Google lernen kann

Nachdem ich gestern in meinem FHTW-Kurs “Web 2.0 für Business, Kommunikation & Studium” eine Präsenzveranstaltung als Zwischenstopp einlegte, gehen mir einige Aussagen nicht so schnell aus dem Kopf.

  • Immer noch sind einige Studis der Ansicht, es hätte sich im 2.0-Zeitalter doch gar nichts wesentliches verändert.
  • Immer noch meinen einige, Blogs wären völlig überbewertet, da es so viel Schrott gäbe.
  • Immer noch sehen manche so gar nicht ein, warum sie sich als Teil einer kollektiven Intelligenz verstehen sollten.

Entsprechend verharren sie in ihren Analysen noch tief im alten Denken: die Barrieren hoch und meine klugen Gedanken erfährt man nur gegen Geld. Und überhaupt ist meine Form der Informationsverarbeitung doch reiner Information Overload – man präferiert die gezielte Informationsrecherche (so man denn weiss, wonach man suchen muss).

Na, und prompt läuft mir ein richtig schöner, persönlicher Blogbeitrag von Andrew McAfee vor die Füße, den ich (auch, wenn man dies eigentlich nicht macht) in voller Länge hier zitieren möchte – und hoffe auf lang anhaltenden Nachklang in den Ohren ;-)

Eric Schmidt Reveals Google’s Secret

The organizers of last week’s Management Lab conference on “Inventing the Future of Managment” amplified the value of the event for us attendees by persuading Google CEO Eric Schmidt to speak with us over dinner on Thursday night. I’d not had the chance to hear him before, and was blown away; he was funny, direct, engaged, and razor sharp. I was particularly impressed that instead of sticking to talking points (a common tendency among senior executives, especially those leading large, heavily-scrutinized companies) he took questions, and actually answered them.

In his initial remarks I heard him stress two elements of Google’s success: hiring the smartest people they can find, and making decisions as a group after deliberation, rather than by individual fiat. Schmidt told the story of how shortly after he was hired had a meeting with his senior colleagues about bringing on a executive he thought would be a good fit. His co-workers disagreed, and as a result the CEO of the company was not able to hire someone he favored.

As I listened to him speak I felt one of my frustrations as a teacher surface, and decided to ask him about it. I asked something like:

“Eric, like many people here I teach at a business school, and I’ve always been disappointed with the results whenever I use Google as a case study. My executive education students always say that there’s nothing for them to learn from your company because it’s just is just too different from theirs— you’re very young, you’re in this strange online industry, and you’re full of people with 145 IQs.

I’ve been trying to push back against these arguments in the classroom, but as I listen to you here tonight I’m starting to think that my students might be right! As you’ve described it, Google seems to be a completely unique organization. So what can other companies and managers really learn from you?”

His response was unequivocal, and fantastic. As best I can recall, he said:

“They can learn to listen. Listening to each other is core to our culture, and we don’t listen to each other just because we’re all so smart. We listen because everyone has good ideas, and because it’s a great way to show respect. And any company, at any point in its history, can start listening more.”

Many participants in the conference voiced the belief that a move away from authoritarian and imperial corporate leadership would be a smart move, and that we need to retire the belief that intelligence, omniscience, and infallibility rise in lockstep with height on the org. chart. It was fascinating, and encouraging, for me to hear Schmidt agree so closely with that viewpoint even though he hadn’t been present during the day; he was just the man who came to dinner.

He gave a powerful and actionable piece of advice, and one for which the technologies of Enterprise 2.0 are tailor-made. Let’s see how many businesses and business leaders have what it takes to follow it.

And if you want to learn more of Google’s secrets, check out the article “Reverse Engineering Google’s Innovation Machine” by Bala Iyer and my friend Tom Davenport in the April Harvard Business Review.

business, web20, kultur

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acw

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2 Antworten to “Was man von Google lernen kann”

  1. Der einleitende Text hört isch aber recht trotzig an!

    Die haben unrecht und ich bin richtig…

    So einfach dürfte es nicht sein!

    Blogs überbewertet? Blogs sind nur Blogs. Mehr nicht. Bis jetzt bilden sie noch keine dauerhaft weltverändende Einheit. Oder wirken als als selbständige Kraft im nichts.

    Blogs sind sind wertlos, wenn sie den Weg nicht aus dem Netz finden. Veränderungen finden nur im ‘Real Life’ statt. Blogs schaffen Möglichkeiten aber selbst keine Veränderungen! Virtuell ist zu wenig!

    Kollektive Intelligenz bilden wir schon seit der Steinzeit!Das ist nicht im geringsten etwas neues. Niemand ist ihr verpflichtet. Ihr Nutzen ist unglaublich. Aber trotzdem hat jeder selbst die Freiheit zu entscheiden, wie weit er sie selbst nutzt oder sich einbringt. Die Erweiterung von Wissen ist eben ein KANN und kein MUSS.

    ‘Web 2.0′. Ohnehin ein diffuser Begriff für etwas noch klar erfassbares, eine Denkschublade. Web 2.0 ist ein erster kleiner Schritt auf einem langen Weg. Unreif, Unausgegoren. Mehr nicht. Ein Werkzeug mit Potential. Aber keine fertige Lösung für die Probleme der Welt! Die werden nicht vom Web gelöst. Sondern von den Menschen hinter den Monitoren! UNd hinter diesen Monitoren verstekcen sich nicht sleten Welt-Flüchtlinge, denen es nicht gelingt, als Person menschen zu gewinnen und zu überzeugen. WEil sie deren Sprache nicht sprechen.

    Das ist aber dann ein Problem des Senders, der die Botschaft nicht eindeutig aan den Empfänger rüberbringt!

    Ich habe jedenfalls gesehen, dass man Geduld und Beharrlichkeit braucht. Und die Fähigkeit, sich in eben diesen Empfänger zu versetzen. Nutzen hat eine WEB 2.0 Anwendung nur, wenn ich den auch an einen neuen Nutzer vermitteln kann.
    Nicht alles was man kann muss man auch!

    Ich persönliche finde die Studienarbeit in Facebook als einen erheblichen Rückschritt! Ich dachte wir wären da weiter!

  2. wer sprach denn von “studienarbeit” IN fb? vielleicht DURCH fb … und wer will vermitteln? anregen, ja – aber nicht didaktisierend näherbringen …

    im gbe-”kurs” will mir die fb-vernetzung der gangbarste weg zu sein, um die leutchen mit dem gegenstand ihrer forschungsaktivitäten zu konfrontieren (im positiven wie negativen sinne). ich selbst kann feststellen: mir war nicht bewusst, wie viele interessante (offene) gruppen dort vorzufinden sind ich konnte schon viele gute infos dort rausziehen.

    im hochschul-”kurs” scheint mir fb das geringste problem zu sein. durch ihre studi-vz-sozialisiation sind die studis hier weitestgehend offener als für lms-systeme.

    zum gegenwärtigen zeitpunkt geht es analytisch darum, die veränderungsprozesse erahnen oder erfahren zu können. und nicht um recht haben …

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