Meine Google-Woche …
Die vergangenen Tage absolvierte ich mit einigen FHTW-Studis ein Seminar zum Thema “Arbeitsprozessorganisation”. Klingt öde, ist es aber gar nicht, wenn man sich darauf einlässt …
Um nicht wieder meinen Standard-Kurs durchführen zu müssen, dachte ich mir dieses Mal, die Arbeitsorganisation von Google etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Viele kolportieren ja, der Erfolg von Google läge u.a. in der innovativen Kraft ihrer Corporate Culture begründet – und an entsprechende Informationen oder gar Analysen gelangt man fast nie. Schlimmer noch: es ist ein Kündigungsgrund für einen Googler, wenn er etwas über die google-spezifische Arbeitsorganisation bloggt oder nach außen trägt. Um so stärker das Interesse, die wenigen Infos zusammenzutragen, die es derzeit auf dem Markt der Eitelkeiten zu finden gilt.
Also, was ist das in der Arbeitsorganisation begründete Erfolgsgeheimnis von Google?
Die Antwort habe ich in dieser Grafik zusammen getragen:
Wie man in der Vergrößerung erkennen kann:
- Ultraflache Hierarchien.
- Eine klare Unternehmensphilosophie (dazu hatte ich an anderer Stelle bereits etwas geschrieben).
- Aktive Förderung von Kreativität.
- Selbstorganisierende Prozesse in klaren Ablaufintervallen.
- Umfangreiche Anreizsysteme, AUCH um sich wohlzufühlen und Spass zu haben.
- Keine zentrale Aufgabenverteilung; jedeR kann sich gemäß seiner eigenen Kompetenzen den user generated Aufgaben zuwenden.
- Google ist ein eigenes Ökosystem – sowohl für seine Mitarbeiter/innen wie für seine Partner.
- Die absehbaren Visionen des Unternehmens sind sehr vielfältig – inzwischen werden neben dem eigentlichen Suchmaschinenmarkt völlig fremde Branchen beackert: Google entwickelt sich zu einem personalisierten Meta-Informationsverwalter in vielen Bereichen. Entsprechend breit ist das Aktivitätspotenzial angelegt.
Die gesammelten Fakten können hier in unserem Mediawiki nachgelesen werden.
Natürlich habe ich bei dieser Gelegenheit experimentell zu evaluieren versucht, ob man zwischenzeitlich AUSSCHLIESSLICH mit Google-Applikationen eine schöne Komunikations- und Organisationsumgebung schaffen kann. Und ich muss sagen: es geht!

Zugriff und Ansicht aller relevanten Termine, eigenen Dateien, Nachrichten in der Google-Group, tag-spezifischer Abruf aller Google-Reader-Blogeinträge, eMails, Google-Talk + die Möglichkeit, diverse andere Gadgets zu integrieren (ich hier mein Aufgabenmanagement in Toodledo + Twitter) – also, ich muss sagen: wenn es einem nicht so unheimlich wäre, könnte man hier reibungslos arbeiten … persönliches Informationsmanagement at its best.
So, und wem das alles noch nicht zuviel Google ist, dem sei mein Netvibes-Tab empfohlen – dort habe ich diverse Blogs und Informationsquellen verlinkt.
Ich wünsche viel Spass bei der Erweiterung unseres Google-Wissens
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Tags: arbeitsorganisation | business20 | google | information

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