Wie schwimmt man im Informationsüberfluss?
Man mag es nicht für möglich halten, aber ich habe eine geschlagene 7-Tage-Woche benötigt, um diesen Screencast zu produzieren …
Das Thema hatte ich mir selbst gesetzt für meinen Speedworkshop auf der Edutrends-Konferenz kommenden Freitag. Und die Produktion sollte 2 Zielsetzungen erfüllen: Einerseits sollte sie einen komprimierten Überblick zur aktuellen Entwicklungsdynamik im Kontext Informationen, Lernen und Bildung bieten. Und gleichzeitig sollte sie motivieren, sich im Interesse der eigenen Selbstbestimmung auf den Weg zu machen, sich selbstständig weiterzubilden. Aber sowohl die inhaltliche Aufbereitung als auch die technische Umsetzung nahmen mal wieder mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich gedacht. Doch nachdem ich jetzt so etwa die 27. Screenrecording-Software per Lizenz erworben habe, hoffe ich, mit dem qualitativen Ergebnis eine Weile leben zu können.
Als Premiere füge ich jetzt das Video aus dem neuen Nibbler 2 ein. Dort vor Ort finden Sie auch alle nur denkbaren mobilen Varianten dieser Produktion. Und wer sich lieber selbstständig durch die Folien klicken mag, dem sei meine Slideshare-Präsentation empfohlen. Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, wie ich diese 30-minütige, komprimierte Fassung auf einen 20-minütigen Speed-Workshop übertrage … Na, ob das wohl schneller von der Hand geht? Ich fürchte ja nicht …
Nachtrag: Konzept für den Speedworkshop
Kurzbeschreibung zum 20-minütigen Beitrag:
Spielerische Session, die traditionellen Informations- und Kommunikationsprozessen einen möglichen Perspektivenwechsel auf Basis der kollaborativen und dynamischen Medien gegenüberstellt und neue, personalisierbare Informationszugänge entlang praktischer Demo-Beispiele aufzeigt.
Tipps für die Teilnehmer/innen:
- Überwindung der klassischen Informationsroutinen: Das Bad im Informationsmeer der modernen Medien suchen und genießen.
- Die kommunikativen und kollaborativen Möglichkeiten des Web 2.0 sind die einzig mögliche Antwort auf den Information Overload.
- Versuchen Sie erst gar nicht, Ihre Informationen individuell zu ordnen. Organisieren Sie sie vielmehr mittels Tags, Bookmarks, Playlists, Wikis oder Ihrem eigenen Blog.
- Sie sind selbst für Ihre Selbstbestimmung verantwortlich. Neben diversen Kompetenzen für eine aktive Medienpartizipation benötigen Sie vor allem informelle Selbstlernkompetenzen, mittels derer Sie neue Informationen und Content qualitativ sammeln, weiterverarbeiten, kommunizieren und mit anderen teilen können.
- Arbeiten Sie konstruktiv an den Inhalten und kommunizieren Sie primär über diesen Weg. Nutzen Sie die bilaterale Kommunikation im beruflichen Kontext ausschließlich für persönliche Sujets oder zum berufsklimatischen Austausch. Das übrige Kommunikationsrauschen führt früher oder später zum unproduktiven Information Overload.
- Geben Sie es auf, für andere Informationen filtern zu wollen – bringen Sie vielmehr Ihre Fachexpertise kollaborativ ein.
- Aktivität und soziale Teilhabe lohnen sich – sie dienen Ihrem Personal Branding und fördern Ihre soziale Anerkennung und somit Ihrer Selbstverwirklichung.
- Auf betrieblicher und bildungspolitischer Ebene bedarf es infrastruktureller Rahmenbedingungen, um informelle Bildung zu fördern.
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Tags: information | learning20 | web20
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hallo anja,
einer schöner und tiefsinniger beitrag zum “bad in den informationen” mit jeder menge anregungen. die antwort auf die frage: warum sich mit den web 2.0 tools für das lernen,arbeiten und kommunizieren zu organisieren? ist manchmal nicht so leicht ersichtlich. denn jedes neue tool muss erstmal gelernt und ausprobiert werden und oft ist das auch schon eine scheinbar unüberwindliche hemmschwelle. insofern kann die übersicht zur PLE (http://snipurl.com/4dn35) auf den einsteiger einschüchternd wirken. da wir aber nicht umhinkommen bleibt nur der sprung ins kalte wasser und schwimmen zu lernen (koordinierte bewegungen zu entwickeln).
hallo maike,
ich denke, das liegt in der natur der sache. jede persönliche lernumgebung ist zwangsläufig unübersichtlich: vom lexikon im bücherregal über den bibliotheksverbund, die lange nacht der museen, dem videotext, den tv-nachrichten, den radiogeschichten, die abonnierten zeitungen, die erzählungen der großmutter oder der weihnachtsmarkt – alle sozialisierenden ebenen können letztendlich zum information overload führen. ganz abgesehen von den weiterbildungsangeboten in diversen datenbanken, tageszeitungen, flyerkultur etc., wo niemand mehr durchblickt und überhaupt ist alles immer viel zu teuer
– hinzu kommen dann die einfliessenden digitalen informationen und die des angesprochenen information workspaces. klassischerweise alles push-informationen.
web 2.0 bedeutet lediglich, dass ich mir diese ganzen infos etwas nachhaltiger organisiere. es besteht ja kein zwang, so zu verfahren (ausser in unserem projekt …), sondern es handelt sich hier um eine empfehlung für jedeN einzelneN.
insofern soll sich niemand von meiner oder anderer tool-sammlung(en) irritieren lassen – einfach sich selbstständig auf die suche nach einer geeigneten umgebung machen – man kann die hereinbrechenden informationen durchaus kanalisieren
[...] Sie diesem Link um zum ganzen Beitrag zu [...]
http://tinyurl.com/4htads (via @addthis) – schon älter, aber noch immer wertvoll