Überlebensgroßer digitaler Klimawandel

Yippie, Martin Lindner bloggt: über das Überleben im digitalen Klimawandel. Endlich jemand, der eine Sprache zu den aktuellen Veränderungen entwickelt – und dat Janze auch noch in deutsch!

Wer bereits seine eigenen digitalen Überlebensstrategien entwickelt hat, der kann diese Beiträge mit kundigem Interesse verfolgen – wer sich noch nicht auf den Weg gemacht hat, wird vielleicht hier die Motivation finden, derer es bedarf, die aktuellen Entwicklungen begreifen zu wollen und sich hineinzubegeben in den neuen medialen Strom.

Mein Lieblingssatz im Beitrag Digitaler Klimawandel, deutsch:

Je größer die Gebäude sind, in denen eine Organisation residiert, desto größer sind ihre Probleme.

Und dann noch eine nachdenkliche Bemerkung, die nur ein medialer Literaturwissenschaftler oder ein Medienliteratur-Wissenschaftler oder ein literarischer Medienwissenschaftler so zu formulieren vermag:

Die deutsche Sprache, so wie wir sie gelernt haben, kennt nur zwei Zustände, schlechte Abstraktion und schlechte Direktheit. Eine papierene, umständliche Schriftsprache und eine pseudo-mündliche Gegensprache der institutionalisierten Jugendkultur. Es bessert sich zwar sehr langsam, von den Rändern her, aber insgesamt gibt immer noch zu wenig eingeführte Redeweisen, die sich für das Internet eignen: kaum eine lakonische, mit Mündlichkeit aufgeladene Schrift-Intellektualität, kaum ein mündliches Argumentieren, das klar eine komplexe Reihe von Argumenten nennt.

Da mir selbst auch meist die geeignete Sprache fehlt, freue ich mich wirklich, hier bald einen reichhaltigen Aphorismen-Schatz vorfinden zu dürfen – oder noch besser: “Lest einfach dieses Buch, wenn Ihr verstehen wollt, was derzeit in der digitalen Welt abgeht ….” Das Buch muss erst fertig geschrieben werden – aber ich kann es kaum erwarten ;-)

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