MultiCult2.0 – die nächsten Schritte
Update vom 17.06.2010
Post von Radio Multikult.fm (mit neuer Domain: http://www.multicult.FM):
Seit mehr als 14 Monaten senden wir “NachfolgerInnen” täglich unser 24 Stunden Programm im Netz, und ab Ende Mai auch für ein paar Stunden auf Frequenz 88,4 (im Berliner Raum) und 90,7 (Potsdam).
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Damals am 31.12.2008 geschrieben:
Heute geht bekanntlich um 22h mein Lieblingsradiosender vom Äther
Aber es winkt Hoffnung im Hintergrund: Ab 22.05h versuchen einige ehemalige Multikulti-Macher/innen, eine Radio-Alternative aufzubauen – zunächst rein online, später ggf. auch über eine Radiofrequenz. Man darf gespannt sein und ich hoffe, sie finden den Weg hinein in die vielfältigen Online-Audiosysteme, die die Menschen global miteinander verbinden.
Um es kurz zu machen, kopiere ich hier die Presseerklärung von MultiCult 2.0 und wünsche allen Menschen ein gutes Jahr 2009!!
Struktur und Inhalt von MultiCult2.0 – die nächsten Schritte
Der Warmstart zu Sylvester
Vieles ist noch in Bewegung, aber die Richtung steht fest. Zunächst war wichtig, keine Sekunde ungenutzt verstreichen zu lassen. Zeitgleich mit dem Abschalten von radiomultikulti gehen wir online. Radio MultiCult2.0 wird ab 31. Dezember 2008 um 22.05 Uhr unter www.multicult20.de und www.multicult.eu zu erreichen sein. Gesendet wird die ersten Tage und Wochen überwiegend vom Tatort unserer Get Connected-Sylvester-Party, also aus der
Galerie für Afrikanische Kunst Listros e. V.
in der Kurfürstenstraße 33, 10785 Berlin,
U2 Bülowstrasse oder U1 / U15 Kurfürstenstrasse
www.listros.de/
Strukturentscheidungen im Januar
Im Laufe des Januars soll das zur Zeit noch informelle Bündnis hinter MultiCult2.0, bestehend aus Radiomachern, Freundeskreis, Förderern und Vertretern der regionalen Kreativ- und Musikwirtschaft in die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft münden.
Leitung und Gesamtkoordination liegen bei Projektinitiatorin Brigitta Gabrin. Im Vielvölkerstaat Rumänien dreisprachig aufgewachsen, hat die Diplompsychologin in jahrelanger journalistischer Arbeit in Funk- und Printmedien die Feinheiten des interkulturellen Journalismus erlernt und das nötige Know-How für den Balanceakt zwischen der Mehrheits- und der Minderheitengesellschaften erworben.
Für die geplante Gesellschaft streben wir den Status der Gemeinnützigkeit an. Dies folgt aus unserem Anspruch, ein regionales Integrationsradio zu machen, dass sich am Gemeinwohl orientiert und nicht primär kommerziellen Interessen folgt. Wir sind optimistisch, dass wir zumindest für Teile des Programms und der Projekte Unterstützung durch öffentliche Fördermittel erhalten.
Langfristiges Ziel ist der Aufbau eines interkulturellen Multimediazentrums,
- das neue Inhalte und Formate für Radio, Fernsehen und Internet entwickelt, produziert und sendet,
- das Zulieferer auch an überregionale Fernseh-und Hörfunksender ist,
- das Projekte zur Förderung von Medienkompetenz in den Kiezen Berlins und Regionen Brandenburg initiiert und betreut.
Inhaltliche Orientierungen
Die intelligente Verbindung von analogem Rundfunk mit den Möglichkeiten des digitalen Webradios mit Internetportal öffnet mehrere Optionen. Infotipps zu Veranstaltungen in der Stadt oder zu aktuellen Sendungen können im Internetportal in einer intensivierten Form angeboten werden. Rubriken wie DVD der Woche von dem WDR-Reporter Murat Koyuncu können im Internet weitergeführt werden: Weiterführende Links zu Filmkritiken und anderen ähnlichen Filmen werden von den Online-Redakteuren bereitgestellt. Chatforen sollen systematisch mit den ausgestrahlten Sendungen verknüpft werden. Die Menschen können mit ihren Lieblingsmoderatoren wie Don Rispetto (Radio Kanaka Internacional), Katrin Schmick oder Erci E. (Nargile) über diese Foren kommunizieren oder einfach nur ihrer Kritik oder ihrem Lob Ausdruck geben.
Wir streben weitgehende Interaktivität an: Aus passiven Hörern sollen kompetente Mitgestalter werden. Denn unsere Hörer sind auch immer Multiplikatoren in ihren Communities, was aus integrationspolitischer Sicht einen sehr wichtigen Anhaltspunkt für die Programmgestaltung liefert. Dialogorientierte Sendungen werden also eine größere Rolle spielen. Die Einbindung der Zuhörer durch Call-Ins, Kooperation mit Vertretern aus den Communities, wie auch mit Experten wird dem Programm eine größere Dynamik verleihen und das Radio mehr als ein Kommunikationsmedium gestalten.
Interaktivität soll also nicht nur durch die Verbindung der beiden Medien Radio und Internet gelingen, sondern auch durch die Philosophie, die der Programmgestaltung zugrunde liegt. Diese bietet viel mehr Raum für autonom gestaltete Sendungen. Wir werden Programmfenster anbieten, die Musiker und DJ-Kollektive aus Berlin, z.B. La Regla oder ED 2000, aber auch in der antirassistischen oder sozialpolitischen Arbeit engagierte Menschen aus Brandenburg selbst gestalten – natürlich mit unserer redaktionellen und technischen Unterstützung. Hier bieten sich auch Möglichkeiten, neue Formate zu entwickeln, in denen Politiker und Experten mit den Fragen der Menschen aus den verschiedenen Bezirken und Organisationen konfrontiert werden können.
Einige Sendungen, die es auch bei radiomultikulti schon gab, sorgen dafür, dass unsere Stammhörer auch weiterhin bedient werden. Sendungen wie Auf Reisen – das Globetrotter-Magazin von Ulf Hoffmann (ehemalig „Reisefieber“), so wie auch die Kinotipps von Peter Claus werden unserer Hörerschaft das attraktive Surplus mit zu gewinnenden Reisen und Kinokarten geben.
Auch das fremdsprachige Angebot kommt natürlich nicht zu kurz: Die vietnamesische Sendung mit Hung Manh Le und Hoa Phuong Tran und die persischsprachige Sendung mit Nasrin Bassiri und Amir Farshad Ebrahimi werden zu den gewohnten Zeiten laufen.
Selbstverständlich wird auch die Türkische Community in vielen Sendungen und Formaten angesprochen.
Lingua franca wird Deutsch sein. Themen und Nachrichten aus den fremdsprachigen Sendungen (vietnamesisch, persisch, arabisch, türkisch, serbisch/kroatisch/bosnisch, spanisch, polnisch, russisch) werden aber in die deutsche Magazinsendung einfließen und zusammen mit Musiksendungen in bilingualer Doppelmoderation den global sound unseres Internetradios formen.
Die Technik
Trotz unserer mehr als knappen Mittel haben wir zum Start für unser neues Programm vier Windows-Streaming-Server von einem Deutschen Anbieter angemietet. Durch diese, für ein Internetradio üppige Ausstattung, können wir anfänglich gleichzeitig knapp über 1.000 Hörer im Internet bedienen. Natürlich erwarten und erhoffen wir uns mehr Hörer und bitten bereits im Voraus um Verständnis, dass uns im Rahmen unserer derzeitigen Situation keine weitergehenden Möglichkeiten zur Verfügung stehen.
So schnell wie möglich werden wir unsere Sendung auch im Podcast-Format zum Nachhören und Download zur Verfügung stellen. Leider haben wir im Moment noch nicht das nötige Kleingeld, um die teuren GEMA- und der GVL-Gebühren dafür zu bezahlen. Für eine Erwähnung des folgenden Spendenkontos wären wir Ihnen deshalb bei der Berichterstattung sehr dankbar.
südost Europa Kultur e.V.
Konto: 472 227 104
BLZ: 100 100 10 Postbank Berlin
Kennwort web-radio /
IBAN: *DE81 1001 0010 0472 2271 04*/
BIC: *PBNKDEFF
Brigitta Gabrin
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Tja, was soll man dazu sagen. Unter der CDU aufgebaut, unter der SPD und Linke abgesägt. Unsäglich dass! Kopfschüttel, wer ist hier eigentlich konservativ? Eine Frau an der Spitze, viele Ministerinnen unter ihr, sollte man in Zukunft lieber der CDU trauen?
Ich habe radiomultikulti von Anfang bis zum Ende gehört und bin absolut über die Schließung enttäsuchst.Etliche Hundert Unterschriften habe ich in Eigeninitiative gesammelt und keine Rettung erzielen können.
Strübchen