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	<title>Kommentare zu: Plädoyer für die Fragestellung</title>
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	<description>Trends &#38; Experimente für modernes (e)Learning</description>
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		<title>Von: acw</title>
		<link>http://edufuture.de/2009/02/02/plaedoyer-fuer-die-fragestellung/comment-page-1/#comment-5478</link>
		<dc:creator>acw</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 08:57:50 +0000</pubDate>
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		<description>@thomas: mit der gestaltung von lernumgebungen tue ich mich bekanntlich etwas schwer. es existiert ja bereits eine riesige: das große globale netz. lehrende oder bildungsdienstleister sehe ich als wegweiser, als kuratoren, conciergen oder lernbegleitende, die einen möglichen weg durch das gewirr des netzurwaldes weisen und nebenbei bzw. zuvorderst aufzeigen, wie man selbstständig sich durchhangeln könnte: also dem lernen-zu-lernen einen größeren stellenwert einzugestehen als dem eigentlichen wissenstransfer. welche konkreten tools sie zu diesem zweck verwenden, ist m.e. völlig nachrangig und abhängig vom zeitgeist oder vom eigenen geschmack. 

@helge: gebe dir insofern recht, als jedwede diskussion bzgl. des konkreten tool-einsatzes trivial ist. mich irritieren vielmehr alle diskussionen, ob eine bestimmte technologie uns weiterhelfen könnte - kann sie natürlich nicht. es kommt auf die sozio-kulturelle einbindung an, weniger auf das konkrete tool. ich denke, wir müssen uns damit abfinden, keine mathematische gleichung aufstellen zu können, welche standardisierbare formel sich für das lernen für morgen am besten eignet. wir haben es mit einem multidimensionalen gefüge zu tun, in dem bücher, vorträge ihren platz haben und technologien zur akquirierung und diskussion von themen genutzt werden können. die ganze diskussion rund um twitter ist wirklich absurd, aber nicht der grippewelle geschuldet, sondern bereits vor fast 1 jahr diskutiert worden (z.b. hier: http://injenuity.com/archives/172 )</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@thomas: mit der gestaltung von lernumgebungen tue ich mich bekanntlich etwas schwer. es existiert ja bereits eine riesige: das große globale netz. lehrende oder bildungsdienstleister sehe ich als wegweiser, als kuratoren, conciergen oder lernbegleitende, die einen möglichen weg durch das gewirr des netzurwaldes weisen und nebenbei bzw. zuvorderst aufzeigen, wie man selbstständig sich durchhangeln könnte: also dem lernen-zu-lernen einen größeren stellenwert einzugestehen als dem eigentlichen wissenstransfer. welche konkreten tools sie zu diesem zweck verwenden, ist m.e. völlig nachrangig und abhängig vom zeitgeist oder vom eigenen geschmack. </p>
<p>@helge: gebe dir insofern recht, als jedwede diskussion bzgl. des konkreten tool-einsatzes trivial ist. mich irritieren vielmehr alle diskussionen, ob eine bestimmte technologie uns weiterhelfen könnte &#8211; kann sie natürlich nicht. es kommt auf die sozio-kulturelle einbindung an, weniger auf das konkrete tool. ich denke, wir müssen uns damit abfinden, keine mathematische gleichung aufstellen zu können, welche standardisierbare formel sich für das lernen für morgen am besten eignet. wir haben es mit einem multidimensionalen gefüge zu tun, in dem bücher, vorträge ihren platz haben und technologien zur akquirierung und diskussion von themen genutzt werden können. die ganze diskussion rund um twitter ist wirklich absurd, aber nicht der grippewelle geschuldet, sondern bereits vor fast 1 jahr diskutiert worden (z.b. hier: <a href="http://injenuity.com/archives/172" rel="nofollow">http://injenuity.com/archives/172</a> )</p>
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		<title>Von: Helge</title>
		<link>http://edufuture.de/2009/02/02/plaedoyer-fuer-die-fragestellung/comment-page-1/#comment-5473</link>
		<dc:creator>Helge</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Feb 2009 23:24:49 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Lernen Menschen durch Vorträge, Bücher oder Projekte, wie Helge meint? Oder nicht vielmehr durch ihre Fragen, die angestoßen wurden durch bspw. ein Problem, einen Hinweis, einen Diskurs und deren Beantwortungsversuch den Menschen konstruktiv bildet [...] sei es angestoßen oder vermittelt über Blogs, Twitter, Bücher, Vorträge etc. [...]&lt;/blockquote&gt;

Anja, ich finde man muss hier nicht zu einem &quot;entweder-oder&quot; greifen. Wie wäre es mit einem &quot;und&quot;? Ich sag ja nicht das Mensch so lernen, ich hab gesagt, dass ICH so bevorzuge zu lernen. Genrell kann man ja nicht nicht-lernen. Alles was ich tue hinterlässt seine Spuren in meinem Hirn. Ich bin nach diesem Kommentar nicht mehr exakt der gleiche der ich davor war.

Der Punkt der mir zu Denken gibt, ist wie twitter jetzt schon wieder als neue &quot;Sau durchs Dorf getrieben&quot; wird, um damit formelle Bildungsprozesse anzugehen. Ich glaube es gibt DEUTLICH effizientere Wege etwas auf formellem Wege zu lernen. Wenn Du jedoch eine erweiterte periphere Wahrnehmung mit Lernen gleichsetzt, dann  lässt sich twitter natürlich problemlos da einordnen.

Dann kommt aber von mir die Gegenfrage: &quot;Was ist nicht zum Lernen geeignet!&quot; - &quot;History repeating&quot; rufe ich da, die gleiche Story hatten wir schon mit den ominösen und längst begrabenen &quot;Lernobjekten&quot;. Es gibt eben nichts, was nicht doch irgendwie zum Lernen geeignet wäre.

So gesehen ist die Behauptung mit twitter könne man lernen eine triviale Behauptung, mehr nicht!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Lernen Menschen durch Vorträge, Bücher oder Projekte, wie Helge meint? Oder nicht vielmehr durch ihre Fragen, die angestoßen wurden durch bspw. ein Problem, einen Hinweis, einen Diskurs und deren Beantwortungsversuch den Menschen konstruktiv bildet [...] sei es angestoßen oder vermittelt über Blogs, Twitter, Bücher, Vorträge etc. [...]</p></blockquote>
<p>Anja, ich finde man muss hier nicht zu einem &#8220;entweder-oder&#8221; greifen. Wie wäre es mit einem &#8220;und&#8221;? Ich sag ja nicht das Mensch so lernen, ich hab gesagt, dass ICH so bevorzuge zu lernen. Genrell kann man ja nicht nicht-lernen. Alles was ich tue hinterlässt seine Spuren in meinem Hirn. Ich bin nach diesem Kommentar nicht mehr exakt der gleiche der ich davor war.</p>
<p>Der Punkt der mir zu Denken gibt, ist wie twitter jetzt schon wieder als neue &#8220;Sau durchs Dorf getrieben&#8221; wird, um damit formelle Bildungsprozesse anzugehen. Ich glaube es gibt DEUTLICH effizientere Wege etwas auf formellem Wege zu lernen. Wenn Du jedoch eine erweiterte periphere Wahrnehmung mit Lernen gleichsetzt, dann  lässt sich twitter natürlich problemlos da einordnen.</p>
<p>Dann kommt aber von mir die Gegenfrage: &#8220;Was ist nicht zum Lernen geeignet!&#8221; &#8211; &#8220;History repeating&#8221; rufe ich da, die gleiche Story hatten wir schon mit den ominösen und längst begrabenen &#8220;Lernobjekten&#8221;. Es gibt eben nichts, was nicht doch irgendwie zum Lernen geeignet wäre.</p>
<p>So gesehen ist die Behauptung mit twitter könne man lernen eine triviale Behauptung, mehr nicht!</p>
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		<title>Von: Thomas</title>
		<link>http://edufuture.de/2009/02/02/plaedoyer-fuer-die-fragestellung/comment-page-1/#comment-5472</link>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Feb 2009 13:11:22 +0000</pubDate>
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		<description>Ich glaube, niemand der mit erwachsenen Lernenden arbeitet, kann sich heutzutage noch auf die Wissensvermittlung beschränken. Dieses kollektiv zustande gekommene Wissen kauft sich der Lernende lieber als Buch zu einem Bruchteil des Geldes. Also gibt es für Lehrende zwei Aufgaben in der Bildungsindustrie:

1. Das Gestalten von Lernumgebungen, in denen sich die Lernenden nach eigenem Gutdünken bewegen können - und auf denen trotzdem sichergestellt ist, dass zielorientiertes Arbeiten geschieht. Diese Lernplattformen können online oder Präsenzgeschichten oder blended sein - das ist egal und hängt von den Zielen und den Lernenden ab. Dem Wissensarbeiter als Lehrenden bleibt die Gestaltung der Plattform, ihre Strukturierung und die Moderation. Und - als wichtigstes: Sicherzustellen, dass die Leute dort ankommen, wo sie hinwollten. Wenn ich diese Aufgabe erfülle, kann ich Geld dafür verlangen.

2. Lehrende haben hoffentlich das kollektiv zustande gekommene Wissen einigermassen intus und gleichzeitig gefiltert. Diese Zusatzleistung lässt sich ebenfalls bezahlen: Also was aus diesen Büchern funktioniert wirklich, was sind die Schlüsselstellen des Wissens. Was ist für die Realität des Lernenden relevant?

Vielleicht müssen wir nicht nach neuen Finanzierungsmodellen suchen. Vielleicht muss man die Art, wie Bildungsdienstleister ihre Wertschöpfung erbringen, konsequent hinterfragen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube, niemand der mit erwachsenen Lernenden arbeitet, kann sich heutzutage noch auf die Wissensvermittlung beschränken. Dieses kollektiv zustande gekommene Wissen kauft sich der Lernende lieber als Buch zu einem Bruchteil des Geldes. Also gibt es für Lehrende zwei Aufgaben in der Bildungsindustrie:</p>
<p>1. Das Gestalten von Lernumgebungen, in denen sich die Lernenden nach eigenem Gutdünken bewegen können &#8211; und auf denen trotzdem sichergestellt ist, dass zielorientiertes Arbeiten geschieht. Diese Lernplattformen können online oder Präsenzgeschichten oder blended sein &#8211; das ist egal und hängt von den Zielen und den Lernenden ab. Dem Wissensarbeiter als Lehrenden bleibt die Gestaltung der Plattform, ihre Strukturierung und die Moderation. Und &#8211; als wichtigstes: Sicherzustellen, dass die Leute dort ankommen, wo sie hinwollten. Wenn ich diese Aufgabe erfülle, kann ich Geld dafür verlangen.</p>
<p>2. Lehrende haben hoffentlich das kollektiv zustande gekommene Wissen einigermassen intus und gleichzeitig gefiltert. Diese Zusatzleistung lässt sich ebenfalls bezahlen: Also was aus diesen Büchern funktioniert wirklich, was sind die Schlüsselstellen des Wissens. Was ist für die Realität des Lernenden relevant?</p>
<p>Vielleicht müssen wir nicht nach neuen Finanzierungsmodellen suchen. Vielleicht muss man die Art, wie Bildungsdienstleister ihre Wertschöpfung erbringen, konsequent hinterfragen.</p>
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