RIP: A remix Manifesto

Die nächste Schlacht für ein zeitgemäßes Urheberrecht ist gestartet.

Der Web-Aktivist und Filmemacher Brett Gaylor hat einen Open Source Dokumentarfilm erstellt zum Thema Copyright und Remix-Kultur. Wie es sich für ein Remix-Manifest gehört, besteht der Film aus vielen, über Jahre kollaborativ zusammengetragenen Zusammenschnitten. Denn der Filmemacher hat von Beginn an sein Rohmaterial im Projekt Open Source Cinema für den kollektiven Remix zur Verfügung gestellt. Diese Remixe fanden dann wieder Eingang in den Dokumentarfilm – sozusagen eine Film-als-Mashup-Methode.

Hier zunächst der Aufruf:

Beteiligen kann sich jedeR auf der Projektseite. Der gesamte Film wird kapitelweise auf Open Source Cinema online gestellt zum weiteren Remix, so dass idealerweise der Film sich immer weiter entwickelt. Ab morgen kann dort der gesamte Dokumentarfilm betrachtet werden – derzeit stehen bereits die ersten beiden Kapitel zur Ansicht bereit.

Im Hintergrund hat der Filmemacher eine Batterie an Anwälten bereitstehen, die gegen eventuelle Klagen seitens der Kulturindustrie ihn unterstützen. Es werden die letzten, aber notwendigen Kämpfe dieser Art sein, so bleibt zu hoffen, denn jede aktuelle Kultur baut auf den (sozio-)kulturellen Beiträgen anderer auf. Und warum soll ein riesiger Wasserkopf aus der Verwertung Kapital schlagen? Oder, wie 2 us-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler soeben argumentierten: “Letztlich seien das Copyright und Patente die letzten Monopolrechte, die einem echten Freihandel noch entgegenstünden.”

[tags]urheberrecht, kultur, film[/tags]

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