Das Leben des Lobbyismus
Je länger ich über den vorgestern von Stephen Downes angeführten us-amerikanischen, bildungspolitischen Streit zwischen der Organisation Partnership for 21st Century Skills (“an organization seeking to foster critical thinking, information and communication skills, interpersonal and self-direction skills, financial and civic literacy”) und der Core Knowledge Foundation (einer Organisation, die sich für eine kollektive, unhinterfragbare Kulturkompetenz ausspricht) nachdenke, desto stärker drängt sich mir eine alte humoristische Wendung von Monty Python auf:
In dem Film Das Leben des Brian kämpft die “Jüdäische Volksfront” gegen die “Volksfront von Judäa” – beide geeint in ihrem Wunsch, das römische Herrschaftsregime zu besiegen – aber eines ist klar für den Anführer der „Volksfront von Judäa”:
„Die einzigen, die wir noch mehr hassen als die Römer … sind die von der scheiß Judäischen Volksfront.“
Vielleicht sollten wir unseren Bildungsdiskurs doch etwas weniger verbissen führen und uns darüber verständigen, welche Zielsetzungen wir eigentlich konkret verfolgen? Ganz nüchtern und offen hinsichtlich des Ausgangs?! Für meinen Geschmack sind derzeit zu viele Lobbyisten, oder nennen wir sie lieber: Interessenvertretungen unterwegs …
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