Spielerische Lernökologien

Angesichts der aktuellen, teilweise absurden Diskussionen rund um Spiele, Internet und Bildung möchte ich den aufgeregten Diskutant/innen ein kurzes Interview mit Henry Jenkins vom MIT empfehlen, das mit ihm auf der gerade beendeten SWSW 09 in Austin geführt wurde.

Zentrale Stichworte seiner Ausführungen:

  • Jedes (!) Spiel verfügt über eine Online-Community zum Austausch der Spieler/innen. Diese sich dort ausbildende Fähigkeit zur Kollaboration, die für unser Leben von zentraler Bedeutung ist, findet keine Entsprechung in der klassischen Ausbildung. In den (Hoch-)Schulen dominiert weiterhin ein Menschenbild des autonom denkenden, alleine handlungsfähigen Individuums.
  • Außerhalb der Klassenräume existieren aber eine Vielzahl an Lernökologien, die alltäglich genutzt werden, von denen sich aber die Klassenräume abschotten.
  • In New York (?) startet später im Jahr die erste öffentliche Schule, die von Game Designern entwickelt wurde. Alle curricularen Einheiten sind vorhanden – jedoch in modifizierter Form. Die Aufgaben orientieren sich an spielerischen Herausforderungen – Examen werden teamorientiert über mehrere Tage absolviert etc.
  • Um Spiele kritisch zu hinterfragen, bedarf es einer Neuen-Medienkompetenz, die separat geschult werden muss.

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