Kritik am US-Bildungssystem
In den USA wird derzeit eine Diskussion geführt, welcher Zusammenhang zwischen dem Zusammenbruch des Finanz- und des Bildungssystems besteht. Ich würde ja sagen, das Aufkommen der neuen IKT-Welle. Der McKinsey Report dagegen führt es auf das us-amerikanische Versagen in den Jahren 1983 bis 1998 zurück, ihr Bildungssystem für breitere Bildungsschichten nicht geöffnet zu haben, was schließlich zu einem wesentlich höheren Bruttoinlandsprodukt geführt hätte.
Diese ökonomische Sicht auf traditionelle Bildung steht natürlich in der Kritik, da hier fragwürdige altertümliche Lehrmethoden unhinterfragt hochgerechnet werden, statt zu überlegen, die Methodik und das gesamte Bildungssystem von Grund auf neu zu denken – selbstverständlich vor dem Hintergrund, nicht bestehende Herrschaftsverhältnisse zu reproduzieren, sondern eine ausgeglichenere Gerechtigkeit anzustreben.
Stephen Downes bringt den Kern recht gut auf den Punkt (auch wenn ich es eher als internationales Problem ansehe und weniger als ein us-amerikanisches):
The point is (…) the economic collapse, and the educational collapse, are tied to the same underlying problem: decades of increasing inequality in American society, and corruption in the ranks of the business and social elite.
Die derzeit in Deutschland favorisierte Bildung von Exzellenzclustern und Eliteunis steht in dieser us-amerikanischen Tradition, die dort -wie diese Diskussion zeigt- in weiten Kreisen (konservativen wie modernen) massiv in Frage gestellt wird. Vielleicht sollte dies hier auch dem ein oder der anderen zu denken geben …
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Tags: bildung | politik | usa
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Sollte. Wird es aber nicht. Alle finden “Elite” irgendwie geil. Statt sich of Qualität zu konzentrieren, wird quantifizierbares gemessen und an Hand dieser Zahlen eine “Elite” erkoren. Ich kenne Geschichten an “Elite” Unis, die einem die Schuhe ausziehen…….