Social Media in der Bildung
Heute liess ich in einer Art Rückblick meine gespeicherten diigo-Bookmarks (viele) und meine Blogbeiträge (weniger viele) Revue passieren, um mir mein vergangenes Netzjahr zu vergegenwärtigen. Dabei begegneten mir u.a. die 10 Ways Social Media Will Change in 2009 von ReadWriteWeb und die 12 eLearning Predictions for 2009: eLearning Technology von Tony Karrer aus dem Januar. Karrer reflektierte seine Vorhersagen selbst vor einigen Tagen und stellte fest, dass einige Vorhersagen sehr genau eintrafen und einige eher weniger.
| Social Media Change 2009 |
eLearning Predictions 2009 |
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An dieser Stelle soll gar nicht auf die einzelnen Punkte eingegangen werden, sondern es bleibt jeder/jedem selbst überlassen, diese Entwicklung rückblickend einzuschätzen. Ich denke aber, beide lagen mit ihren Einschätzungen sehr gut im Rennen. Was ich mich allerdings frage, ist der Blickwinkel, von dem aus auf die Medienentwicklungen geschaut wird.
Während die Social Media-Liste auf abstraktem Niveau die Entwicklungen versucht zusammenzufassen und ein transformatives Denken nahelegt, sind die eLearning-Überlegungen weiterhin sehr eng an den Status Quo gebunden, der mittels dieser neuen Medien möglichst beibehalten bleiben soll. Sicherlich, Karrer verdient seine Brötchen als Berater und möchte seinen Kunden einen Weg ins moderne Zeitalter weisen (und das macht er m.E. sehr gut). Aber je länger ich auf die Social-Media-Liste schaue, desto zentraler wollen mir deren Vorhersagen als entscheidend für die Bildungsentwicklung erscheinen. Nicht im Sinne einer Produktentwicklung, sondern als Anleitung für wirklich neue Lern- und wegen mir auch Lehrkonzepte. Liest man sich unter diesem Gesichtspunkt diese 10 Punkte durch, liegt einem ein guter Leitfaden vor, was Lehrende und Lernende m.E. derzeit begreifen sollten im Zeitalter des Social Webs:
- Es geht um Menschen.
- Sinn und Werte sind zu schaffen.
- Es gilt, Konvergenzen zu ermöglichen.
- Wirkliche Cross-Plattform-Erfahrungen sind gefordert.
- Relevante soziale Netzwerke gilt es aufzubauen.
- Innovative PR-Strategien werden benötigt.
- Menschen sollten sich gegenseitig unterstützen, ihr “altes” Social Media-Ökosystem zu organisieren.
- Man muss sich mit dem Rest der Welt verbinden.
- Wir müssen uns auf neue Social Media Jobs vorbereiten.
- Es muss eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten entstehen.
Im übrigen werde ich mich in der nächsten Zeit damit beschäftigen, wie solch eine Liste unter Identitätsgesichtspunkten ausschauen müsste. Was geschieht mit unseren persönlichen Identitäten im Zeitalter dieser realen Augmented Reality mit all unseren Datenspuren und öffentlichen Vernetzungen? Wie können wir uns schützen? Wo sollten wir aufpassen? Wie müssten sich die rechtlichen Rahmenbedingungen ändern? All dieses gilt es nunmehr systematisch zu hinterfragen – und um dieses Thema kreist auch der nächste eVideo-Kurs. “Identität 2.0″ startet am 10. April 2009. Weitere Informationen zum Kurs folgen in den nächsten Monaten. Stay tuned!
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Tags: elearning | eVideo | future | social media

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